Die Künstler 2027
Rund 30 Künstlerinnen und Künstler, ein Haus, ein Wochenende. Entdecken Sie die Positionen vorab und lernen Sie die Menschen dahinter vom 12. – 14. März 2027 im Kurhaus Baden-Baden persönlich kennen.
Anja Ernsberger
Meine Kunst ist eine Einladung zur Begegnung – mit anderen und mit sich selbst. In meinen Arbeiten erforsche ich die feinen Nuancen menschlicher Emotionen und Beziehungen. Ich glaube daran, dass Kunst dann auf Widerhall trifft, wenn sie etwas im Betrachter berührt, das ihn tief bewegt.
Jede meiner Serien ist einzigartig – nicht nur im Ausdruck, sondern auch in ihrer emotionalen Herkunft. Sie entstehen aus unterschiedlichen Gefühlszuständen heraus, was sich in der Vielfalt von Stil, Farbigkeit und Intensität widerspiegelt. Mal laut, mal leise. Mal klar konturiert, mal verschwommen – so wie Emotionen selbst.
Ich kombiniere expressive Farbgebung mit abstrakten und figurativen Elementen, um emotionale Tiefe und Authentizität zu vermitteln. Der kreative Prozess ist für mich ein Akt der Selbstbegegnung – ein Dialog zwischen inneren Empfindungen und äußeren Ausdrucksformen. Durch meine Kunst möchte ich Räume schaffen, in denen Betrachter ihre eigenen Gefühle und Gedanken erkunden können.
Unter dem Kürzel AE’89 habe ich eine Plattform geschaffen, die meine künstlerische Vision und meinen persönlichen Weg als Malerin repräsentiert. Ich lade ein, meine Werke zu entdecken und sich auf eine persönliche Reise der Begegnung einzulassen.
Torsten Volb
Torsten Volb, geboren 1975 in Rheinland-Pfalz, beschäftigt sich seit seiner Kindheit intensiv mit der bildenden Kunst. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der klassischen Zeichenkunst mit Bleistift und Kohle, wobei sich früh seine Leidenschaft für Porträts und die Darstellung menschlicher Ausdruckskraft entwickelte.
Nach einer längeren, gesundheitlich bedingten Unterbrechung fand er 2023 mit neuer künstlerischer Perspektive zur Malerei zurück. Seitdem arbeitet er vorwiegend mit Pastellkreide – ein Medium, das ihm durch seine Farbintensität, Tiefe und Vielschichtigkeit neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet.
Im Mittelpunkt seines Schaffens steht überwiegend der Mensch. Seine Porträts bewegen sich zwischen realistischer Darstellung und zeitgenössischer Interpretation und setzen sich mit Identität, Emotionen und Präsenz auseinander.
Inspiration findet der Künstler in den Begegnungen des Alltags und in den Geschichten, die sich in den Gesichtern, Blicken und Gesten widerspiegeln.
Patrizia Casagranda
Patrizia Casagranda verbindet klassische Porträttradition mit einer klaren, zeitgenössischen Bildsprache. Ihre „Sculptural Dot Paintings“ entstehen aus einer dreidimensionalen Punkterasterung und bewegen sich zwischen Malerei und Relief.
Inhaltlich treffen ikonische Figuren der Kunstgeschichte auf Frauen aus dem Alltag und aktuelle gesellschaftliche Kontexte. Sie arbeitet häufig mit recycelten Trägern wie Kartonagen, Jutesäcken oder Textilien; die reliefartigen Oberflächen entstehen in einem aufwendigen Schichtprozess.
Danny Frede
Danny Frede arbeitet an der Schnittstelle von digitaler Bildwelt und analoger Malerei: beruflich digital, schnell und präzise, in der Kunst bewusst entschleunigt und handgemacht. Serielle Raster aus Rechtecken fungieren als „analoge Pixel“: herausgearbeitet, mit Farbe gefüllt und von glatter Hochglanzoberfläche befreit, werden sie tastbar und körperlich.
Seine Arbeiten verknüpfen digitale Bildlogik mit Materialität und greifen kunsthistorische Bezüge auf, ohne sie zu zitieren, sondern in einen zeitgenössischen Bildhorizont zu überführen.
Andrea Berthel
Andrea Berthel ist die Schöpferin der „Canned Koi Cosmos“, die die Welt in einer Fischdose zeigt.
Helle PopArt-Farben und humorvolle Fischdarstellungen verbergen politische, philosophische, soziale oder ökologische Themen. Sie malt hyperrealistisch in Öl, manchmal unter Verwendung anderer Medien wie Metallfolie, Papier, Acrylfarben oder Tinte.
Andrea Berthel ist Autodidaktin. Sie lernte, indem sie die großen Maler der Renaissance und des Barock wie Caravaggio, Tiepolo, Veronese und Jan Davidz de Heem kopierte. Ihr Einfluss zeigt sich in ihrer Verwendung von Licht und Schatten, in ihrer Definition von Volumen und in ihrem hyperrealistischen Stil.
Sie wurde am 06.01.1958 in Santiago/Chile geboren, hat in Südafrika, Frankreich, der Schweiz, Den Haag und verschiedenen deutschen Städten gelebt und wohnt derzeit in Baden-Baden/Deutschland.
Die Erfahrungen, die sie an verschiedenen Orten und in verschiedenen Gesellschaften rund um den Globus gesammelt hat, haben ihren Blick auf die Welt erweitert und ihr beigebracht, ihren eigenen individuellen Weg zu finden, sich auszudrücken.
Treffen Sie die Künstler persönlich.
Tickets für 12. – 14. März 2027 im Kurhaus Baden-Baden.
Cédric Bouteiller
Der zeitgenössische französische Künstler, Cédric Bouteiller entwickelt ein Werk, das tief in der Materialität, der Geste und der urbanen Energie verwurzelt ist. Seine Arbeit verbindet Abstraktion, Graffiti, Collage und Mischtechniken und erforscht die Spannung zwischen Chaos und Harmonie, Instinkt und Konstruktion.
Durch Aluminium, Plexiglas, abgerissene Mauern oder zweckentfremdete Träger untersucht er Spur, Bewegung und das Gedächtnis der Geste. Jedes Werk wird zu einem Raum der Vibration, in dem Farbe, die Wiederholung von Worten und die Schichtung der Materialien eine sensible und engagierte künstlerische Forschung zum Ausdruck bringen.
Sein Ansatz ist von dem Wunsch geprägt, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen, indem er Emotion, Lebensenergie und schöpferische Kraft als Antworten auf eine von Negativität gesättigte Welt feiert.
MANIC- like we do!
Manic steht für ausdrucksstarke Wandkunstwerke, Weinregale & Tische, bei denen natürliche Materialien auf moderne Gestaltungstechniken treffen.
Durch die Verbindung von massivem Holz, Epoxidharz und strukturierten Oberflächen in Betonoptik entstehen einzigartige Kompositionen mit Tiefe, Kontrast und spannenden Lichtreflexionen. Jedes Werk ist ein handgefertigtes Unikat, das natürliche Strukturen mit zeitgenössischem Design verbindet.
Im Fokus stehen moderne Wandbilder, die Räume nicht nur ergänzen, sondern bewusst gestalten und prägen. Materialästhetik, Oberflächenstruktur und präzise Handarbeit spielen dabei eine zentrale Rolle.
Neben der Wandkunst entstehen bei Manic auch exklusive Design-Tische aus Holz und Epoxidharz, die das Konzept von Material, Form und Individualität auf Möbel übertragen.
Martina Hamrik
Martina Hamrik, geboren 1967 in Kenzingen bei Freiburg, entwickelt eine eigenständige Bildsprache zwischen Malerei, Zeichnung und Bewegung. Im Zentrum steht der Mensch in Aktion: Kraft, Dynamik und das Spannungsfeld zwischen Stillstand und Bewegung.
Mit ihrer charakteristischen Schlaufentechnik übersetzt sie Bewegungsabläufe in rhythmische Linien und kraftvolle Pinselschwünge, wodurch Figuren und Raum in einen Dialog treten. Sie arbeitet überwiegend mit Acryl auf Leinwand; durch Überlagerungen entsteht eine ausgeprägte Tiefenwirkung bis hin zur plastischen Präsenz.
Jörg Minrath
Jörg Minrath wuchs in einer Kölner Künstlerfamilie auf; Farben, Formen und Materialien prägen seine Arbeit bis heute. Inspiriert von Positionen wie Mark Rothko, Gerhard Richter, Günther Uecker und Jackson Pollock, entwickelten Aufenthalte in Frankreich seine Bildsprache weiter.
Bekannt ist er für meist quadratische Strukturbilder in unterschiedlichen Formaten und Farbwelten, mit besonderen Materialien, ungewöhnlichen Oberflächen und einer expressiven, zugleich kontrollierten Farbgebung. Neben großformatigen Arbeiten entstehen Miniaturen und Collagen, in denen er aktuelle Strömungen aufgreift und weiterdenkt.
Leonie Wieger
Als Künstlerin erschaffe ich Geschichten, die jeden einzelnen von uns durch den Alltag begleiten. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Leben durch meine Kunst etwas schöner zu machen und ich glaube an das, was ich tue! Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Liebe zum Detail und die Kunst, die Welt etwas bunter zu machen.
Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Malerei. Mein Schwerpunkt liegt in der Acrylmalerei auf hauptsächlich großformatigen, manchmal auch ungewöhnlichen, Malträgern. In meinen großformatigen Gemälden, die sich zwischen Abstraktion und realistischer Abstraktion bewegen, erforsche ich die Grenzen der Wahrnehmung und bringe oft unerwartete Kombinationen und Farbspiele zum Ausdruck. Mein Portfolio umfasst zudem markante Pop-Art Stahlbilder, die eine Brücke zwischen traditioneller Malerei und moderner Skulptur schlagen.